Bagan
Wir sitzen in einem uralten Bus und fahren über sandige Pisten zu einer großen Lichtung. Überall klappert es und wir nehmen jedes Schlagloch mit. Es ist noch früh, die Nacht war um kurz nach vier Uhr für mich vorbei, ich schaue in die anderen Gesichter und sehe dort eine Mischung aus Spannung und Müdigkeit.

Wenn alles gut geht, steige ich gleich mit dem Heißluftballon in die Lüfte und fahre zum Sonnenaufgang über die Ebene von Bagan. Der Blick auf 2000 Pagoden und Stupas soll sich öffnen, sobald man die Baumkronen der mächtigen Gummibäume überwunden hat. Meine Aufregung wächst.


Die Busse finden sich an einem Platz zusammen, aus allen Himmelsrichtungen kommen sie und ein geübtes Team bereitete alles vor. Regiestühle werden bereitgestellt, Kaffee und Kekse verteilt, dann wird es ernst und die Sicherheitsunterweisung beginnt. Gavin, unser Pilot, vermittelt eine Mischung aus Gelassenheit, Wissen und Souveränität, und alle Bedenken was die Sicherheit angeht sind vergessen. Hier bin ich gut aufgehoben. Die Ballons füllen sich nacheinander und als sie sich in die Höhe recken erkenne ich, wie viele es sind. Hinter den Hecken und Bäumen erstrahlen nach und nach immer mehr der orangefarbenden Fluggeräte. Die ersten schwingen sich bereits in die Lüfte, als wir unsere Gondel besteigen. Wie in Zeitlupe steigen wir auf und nachdem wir die Baumlinie erklommen haben öffnet sich uns eine unfassbar schöne Aussicht über das alte Bagan. Magische Nebelschwaden ziehen durch die urwüchsige Landschaft und nachdem die Sonne ihre ersten Strahlen schickt, wird die Landschaft in ein goldenes Licht getaucht, was mit den unzähligen Pagoden um die Wette leuchtet. Ich habe kaum je so ein wunderbares Schauspiel gesehen. Gavin freut sich und sagt, dass wir Glück haben und uns das Wetter und auch das Licht heute wohlgesonnen ist, wie recht er hat.

  

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